Sienitsch*
Engiadinfurmaziun P-Z
Palü, Piz 3905 m, Beliebter Bergtouren - Berg. Ausgangspunkt ist die Bergstation der Diavolezza (2960).
Piz... die Angaben zu den Piz finden Sie jeweils unter dem Hauptnamen. Beispiel: Piz Bernina finden Sie unter >Bernina Piz
Poschiavo, Valposchiavo, Puschlav. Das Puschlav ist das Südtal Richtung Veltlin mit dem >Berninapass. Poschiavo kommt vom lat. post clavem=hinter dem Engnis. Vom Veltin aus betrachtet liegt Poschiavo hinter dem Felssturz von Meschin. Poschiavo und das Tal gehörten ursprünglich dem Bistum Chur, dann den Mailändern. Nach der Reformation schlossen Sie sich endgültig den Bündnern an. Letzte Schweizer Haltestelle des Bernina-Express.
Samedan. Politische Gemeinde. Hauptort im Oberengadin. Dank der Enklave Rosegtal gehört der höchste Berg (Piz Bernina) zu Samedan. Flugplatz.
S-chanf. Tor zum Unterengadin. Ausgangspunkt für das Val Trupchun (tierreichstes Tal im Nationalpark). Nationalpark: Hundeverbot, Mountainbikeverbot - bis zur Alp Varusch gestattet.
Schellenursli. Berühmtes Buch von Selina Chönz (Autorin) und Alois Carigiet (Illustration). Thematisiert den >Chalanamarz. Ursin im Dorf Guarda hatte nur eine kleine Glocke für den Chalandamarz und müsste deswegen am Schluss des Umzuges gehen. Er erinnert sich an die grossen Kuhglocken auf dem Maiensäss und macht sich auf, um diese zu holen. Das ganze Dorf vermisst den Jungen am Vorabend des Umzuges. Ursin aber kommt wohlbehalten von der Alphütte zurück mit der grössten Glocke. Zur Belohung darf er den Umzug anführen und wird fortan Schellenursli genannt. Kinderkult-Buch.
Schlitteda Engadinaisa. Ursprünglich war das einzige Fortbewegungsmittel im Winter das Pferd und der Schlitten, wobei zu besonderen Anlässen in Tracht oder Uniform gefahren wurde. Heute ein farbenfroher Anlass im Januar oder Februar. Junge Männer (Giuventüna) bestimmen das Datum und die Route der "Schlitteda". Am Tag selbst ist es ein Umzug mit Musik, Pferden und Schlitten. Männer und Frauen in Tracht, die Frau auf dem Schlitten, der Mann stehend auf den Kufen. Zum Abschluss des max. 2 stündigen Umzuges wird der "Schlitteda" Ball gefeiert.
Scuol. Unterengadin, ca. 1220 m, schönes Sommer- und Winterferiengebiet. Bekannt durch die neue Badewelt mit Thermen. Etwa 2'400 Einwohner - 4'000 Gastbetten.
Segantini, Giovanni, Maler, geboren 1858 in Arco am Gardasee (damals A) kam 1866 als Vollwaise zu seiner Stiefschwester nach Mailand. Seine Werke fanden Anerkennung. 1886 zog er mit seiner Familie nach Savognin, 1894 nach Maloja. Seine Enkelin gestaltet eine informative Homepage: www.segantini.com.
Segantini-Hütte (2731m). Zur Vollendung seines Drei-Bild "La Natura" für die Weltausstellung in Paris ging Segantini im September 1899 auf den Schafsberg oberhalb Pontresina. Am 28. September starb er in dieser Alphütte. Im Sommer bewirtet. Vom >Muottas Muragl (2456m) zu erwandern.
Silserkugeln. Nein, ich bringe nicht neue Süssigkeiten. Wenn im Herbst die Lärchen Ihre Nadeln verlieren und diese in den See fallen, bilden sich aus einer Laune der Natur Nadelkugeln. Diese können eine ordentliche Grösse haben und sind sehr begehrt.
Steinadler. (l'aivla) Gerne als "König der Lüfte" tituliert. Hat eine Spannweite von max. 2.3 m und ein Gewicht von bis zu 6.5 kg. Lässt sich in den Alpen öfters beobachten.
St. Moritz
Val Fex
Val Mustair
Val Trupchun. Nationalpark, gemäss Eigenwerbung wildreichstes Tal Europas. In S-chanf ist die Zufahrt zum grossen Parkplatz eingangs des Tales beschildert. Nach Varusch (die Parkhütte Varusch ist bewirtet) begibt man sich in den Nationalpark (Hunde nicht erlaubt). Die rund 400 Höhenmeter auf den 10 km bis zur Alp Trupchun bewältigt man gemütlich in ca. 3.5 Std. Tiere, die man sehen kann: Hirsche, Murmeltiere, Steinböcke, Gämse. Steinböcke sind auf der Alp Trupchun entlang der Bergkreten zu entdecken. Mit Glück sieht man Steinadler oder Bartgeier. Malerisches Tal, prädikat: erwandern und geniessen. Im Winter bis zur Parkhütte Varusch zugänglich: www.varusch.ch.
Wasserscheide. Auf dem Piz Lunghin, oberhalb Maloja, befindet sich die einzige dreifache Wasserscheide Europas. Nach Norden: Gelgia/Julia-Albula-Hinterrhein-Rhein-Nordsee; nach Süden: Maira/Mera-Lago di Como-Adda-Po-Adria-Mittelmeer; nach Osten: Inn-Donau-Schwarzes Meer
*Sienitsch = Bettmümpfeli